Neuerscheinung: Heinz Fischer – sein Leben, sein politischer Weg, sein Amt als Erster Mann im Staat, 26. 11. 2009
Sein hoher Beliebtheitsgrad
ist ungebrochen. Desgleichen das Vertrauen, das die
österreichische Bevölkerung ihm entgegenbringt. Er gilt
als unprätentiös, seriös und ernsthaft; seine Frau
Margit Fischer ebenso. „Sie machen einen guten Job“,
sagen junge wie ältere Menschen
gleichermaßen.
Elisabeth Horvath hat anhand
zahlreicher ausführlicher Gespräche mit Heinz Fischer
sowie mit Weggefährten, Mitstreitern und Kontrahenten sein
Leben, seinen Werdegang und die politischen Herausforderungen,
denen er sich im Lauf seines Lebens stellen musste, nachgezeichnet.
Zugleich präsentiert sie auch ein Bild des Privatmannes Heinz
Fischer, seiner Interessen und Hobbys, seiner Familie und
Freunde.
Heinz Fischer, geboren am 9.
Oktober 1938, wenige Monate vor Ausbruch des Zweiten Weltkrieges,
erlebt als Kind die Ängste der Erwachsenen vor der
Nazidiktatur, vor Bomben, Arbeitslosigkeit und nachbarlichen
Denunzianten. Seine Eltern sind Sozialdemokraten. Als Schüler
des humanistischen Gymnasiums „Fichtnergasse“ genießt er eine liberal-humanistische Erziehung.
Nach dem Jus-Studium wird er
Sekretär im SP-Parlamentsklub. In diesen Jahren macht er sich
als exzellenter Kenner der Verfassung ebenso einen Namen wie als
Stratege, Problemlöser und Konsenspolitiker. Danach folgt ein
Aufstieg ohne Brüche: 1971 Nationalratsabgeordneter, 1975
Klubobmann im Nationalrat, 1983–1987 Wissenschaftsminister,
1990 Nationalratspräsident, seit 2004
Bundespräsident.
So erfolgreich, auch für Heinz Fischer, die Ära Kreisky ist, so emotionsgeladen sind es auch manche Konflikte in diesen Jahren. Die Wiesenthal-Affäre und der Kreisky/Androsch-Konflikt waren sicherlich die spektakulärsten. Heinz Fischer hat, wie es sein Naturell ist, stets versucht zu vermitteln und Brücken zu bauen.
Am 25. April 2004 wird Heinz
Fischer zum Bundespräsidenten gewählt. Bei seiner
Angelobung am 8. Juli 2004 skizziert er in einer Grundsatzrede sein
Amtsverständnis als Bundespräsident. Das Amt ist für
ihn maßgeschneidert. Oder, wie es der Industrielle Hannes
Androsch, einst Fischers Gegenspieler im VSStÖ, später
Kreiskys langjähriger Finanzminister, formuliert:
„Für mich ist ihm dieses Amt auf den Leib
geschrieben.“ In ungewohnter Einigkeit findet sich Androsch
dabei mit ÖVP-Seniorenchef Andreas Khol: „Ein schwacher
Bundespräsident hätte bei den Regierungsverhandlungen
vielen Versuchen nachgeben können.“
Mit seiner Fähigkeit,
Konflikte zu entschärfen und tragbare Kompromisse
herbeizuführen, setzt Heinz Fischer Maßstäbe.
Ebenso angesichts der europäischen und globalen
wirtschaftlichen Entwicklung, in der der Erste Mann im Staat
zunehmend als erfolgreicher „Türöffner“ fungiert. „Wir haben eine Art, Joint Venture’ gebildet,
erzählt WKO-Präsident Christoph Leitl, „wir
bündeln unsere Kräfte: Der Bundespräsident macht
Staatsbesuche und die Wirtschaftsdelegationen stehen meist unter
meiner Führung.“
Heinz Fischer ist ein durch
und durch politischer Mensch, umso mehr weiß er um die
Bedeutung der verfassungsrechtlichen Grenzen zwischen aktiver
Politik und den Kompetenzen eines vom Volk gewählten
Bundespräsidenten. Deshalb ist er in den Jahren seiner
Präsidentschaft stets sehr darauf bedacht, diese Grenzen
einzuhalten. Dennoch macht er Politik. Auf seine Weise.
Elisabeth Horvath, freie Journalistin, Vizepräsidentin des Presseclubs „Concordia“, Publizistin, Autorin. Matura, Sprachstudien in London und Paris, mehrere Jahre Übersetzungstätigkeiten, Studium der Politikwissenschaft und Publizistik an der Uni Wien. Ab 1980 innenpolitische Redakteurin der „Wochenpresse“, danach Redakteurin für Politik & Wirtschaft in der „Wirtschaftswoche“. Bücher: „Ära oder Episode – das Phänomen Bruno Kreisky“ (1989), „Die Seilschaften – Das Spiel der Mächtigen in Österreich“ (1999), „Orden & Titel in Österreich – Wie wird man Würdenträger/in“ (2004). Alle Verlag Kremayr & Scheriau, Wien.
Elisabeth Horvath
Heinz Fischer
Die Biografie
256 Seiten, 8 Seiten sw.
Fotos
Format 16 x 24 cm
Efalin,
Schutzumschlag
ISBN
978-3-218-00805-1
€ (A, D) 23,- SFr
41,90
ET: 27. November
2009
K & S
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