Rede anläßlich der Angelobung der Rekruten auf dem Wiener Heldenplatz, 26. 10. 2009
Sehr geehrter Herr Bundeskanzler! Sehr geehrter Herr Vizekanzler!Sehr geehrte Mitglieder der Bundesregierung und der gesetzgebenden Körperschaften!
Verehrter Herr Bürgermeister!
Angehörige des Österreichischen Bundesheeres!
Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger!
Mein besonderer Gruß gilt auch heute am Nationalfeiertag 2009 unseren Rekruten, die in wenigen Minuten in Anwesenheit höchster Repräsentanten der Republik Österreich und zahlreicher Mitbürgerinnen und Mitbürger Ihr Gelöbnis als Soldatinnen und Soldaten des Österreichischen Bundesheeres leisten werden.
Sie können sich darauf verlassen, dass Ihr Gelöbnis einem gefestigten, demokratischen Staat gilt, der von unseren Eltern und Großeltern aus den Trümmern eines schrecklichen Krieges wieder aufgebaut wurde und heute ein geschätztes Mitglied der Familie der Europäischen Staaten ist.
Der heutige österreichische Nationalfeiertag ist ein Tag, der dem Frieden, der Freiheit und der Sicherheit unseres Landes gewidmet ist und der uns alle verbindet.
Die Republik Österreich hat sich im Oktober 1955 mit dem Verfassungsgesetz über die Neutralität Österreichs dazu verpflichtet, Krieg NICHT als Instrument der Politik zu betrachten, keinem Militärbündnis beizutreten und keine militärischen Stützpunkte fremder Staaten auf unserem Staatsgebiet zuzulassen.
Gleichzeitig wurde dem österreichischen Bundesheer bei seiner Neugründung eine große Aufgabe und Verantwortung übertragen. Es ist Garant der inneren und äußeren militärischen Sicherheit. Es kann zum Schutz unserer verfassungsmäßigen Einrichtungen eingesetzt werden. Es dient dem Schutz und der Hilfe im Katastrophenfall und es hat seit Jahrzehnten und in wachsendem Maße Aufgaben zur internationalen Friedenssicherung im Rahmen der Vereinten Nationen übernommen.
Dabei soll heute nicht unerwähnt bleiben, dass die zurückliegenden Monate insofern schwierig waren, als sich bei Übungen des Bundesheeres in schicksalhafter Weise tragische Unfälle ereignet haben.
Jeder dieser Unfälle wurde sofort und mit größter Sorgfalt und Objektivität untersucht. Und es hat sich herausgestellt, dass zwischen diesen einzelnen Unglücksfällen kein innerer Zusammenhang besteht.
Mein Vertrauen in das Österreichische Bundesheer ist daher in vollem Umfang aufrecht und unser aller Vertrauen kann und soll aufrecht bleiben.
Wir haben ein sicheres und verantwortungsbewusst geführtes Heer. Das hat sich sowohl bei allen Katastropheneinsätzen als auch bei den Auslandseinsätzen des Österreichischen Bundesheeres immer wieder bestätigt.
Ich möchte den heutigen Nationalfeiertag benützen, um allen Soldatinnen und Soldaten, sowie allen Angehörigen des Österreichischen Bundesheeres Dank und Anerkennung auszusprechen für die Leistungen, die sie sowohl im Inland als auch im Ausland erbracht haben und weiter erbringen.
Beispielhaft möchte ich die eindrucksvolle Zahl von 300.000 Arbeitsstunden erwähnen, die allein heuer bisher vom Bundesheer im Hochwasser- und Assistenzeinsatz erbracht wurden. Ich freue mich auch über die gute sicherheitspolitische Zusammenarbeit mit anderen Ländern, insbesondere auch mit unseren Nachbarstaaten.
Besonders wende ich mich heute an Sie, meine Damen und Herren Rekruten, die Sie heute geloben werden, Ihr Vaterland, die Republik Österreich, zu schützen und zu verteidigen. Sie werden während Ihres Dienstes sicher auch Mühen und Anstrengungen auf sich nehmen müssen, aber Sie werden insgesamt das berechtigte Gefühl haben, einer guten Sache zu dienen und wertvolle Leistungen für unsere Heimat zu erbringen.
Ich wünsche Ihnen alles Gute und Erfolg bei der Erfüllung Ihrer Aufgaben.
Es lebe das Österreichische Bundesheer und es lebe die Republik Österreich!
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